Der PianistGiovanni Maria Varisco(1961) erwarb 1982 das Abschlussdiplom der Musikhochschule Lecce, wo er Schüler vonMaestro Giovanni NennaundMaestro Sergio Perticaroliwar.
In den drei auf das Diplom folgenden Jahren besuchte er Meisterklassen in Klavier am „Mozarteum“ in Salzburg.
1988 wurde er Mitglied eines Ensembles für zeitgenössische Musik (Y2K) und spielte Recitals mit bedeutenden Musikern, wieMario CaroliundGuido Arbonelli.
In den 90er Jahre gewann er ein Stipendium für das Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium .
In diesen Jahren hatte er das Glück,Maestro Valerij Voskobojnikovzu begegnen, unter dessen Leitung er seine Kenntnisse der didaktischen und interpretativen Technik der russischen Schule vertiefen und von dessen wertvoller, vorwiegend an der Schule vonMaestro Neuhausausgerichteten Lehre profitieren konnte, deren HauptinterpretSwjatoslaw Richter war.
Im selben Zeitraum führte er das dritte, posthum veröffentlichte Klavierkonzert von Tschaikowsky im Beisein vonMaestro Ashkenazyauf.
Er wurde für Konzerte bei bedeutenden Europäischen Festivals eingeladen:
1987 – Paris Conservatoire de Musique d’Art Drammatique et de Danse
1988 / 89 – Salzburg Konzert Akademie Mozarteum
1990 – Moskau Rachmaninow-Saal beim Tschaikowsky-Konservatorium
1993 – St. Petersburg Glinka-Saal bei der Sankt Petersburger Philharmonie
2000 – Sarajevo Nationaltheater der Philharmonie
Er hat mit den Komponisten Riccardo Santoboni, Francesco Giammusso, Riccardo Giovannini in Repertoires zeitgenössischer Musik zusammengearbeitet.
Er hielt Recitals in ganz Italien, die von bedeutenden italienischen und ausländischen Zeitungen rezensiert wurden.
Musikkritiker wie Erasmo Valente, Renzo Bonvicini und Enrico Cavallotti sahen in ihm einen Musiker mit großer Sensibilität und bedeutendem Temperament:
… „wenn dieser Pianist spielt, erweckt er den Eindruck, er wolle in jedem Notenblatt eines jeden Komponisten die Musik des gesamten Universums und der ganzen Geschichte umarmen, einfangen und kondensieren”…
Auf die Aufführung mit Live-Übertragung im nationalen Fernsehen der „Rhapsody in Blue“ von G. Gershwin mit der Philharmonie von Sarajevo unter der Leitung vonMaestro Emir Nuanovichzu Neujahr 2000 folgte mit demselben Dirigenten die Aufführung von Haydns Konzert in D-dur beim Festival von Farfa im Jahr 2001.
Seine weiteren Programme sahen das 2. Konzert von Rachmaninow vor, aber 2004 wurde er Opfer eines schrecklichen Verkehrsunfalles.
Auf diesen folgte ein langer Leidensweg mit unzähligen Operationen und neun Jahren Dialyse, die erst 2015 dank einer Nierentransplantation beendet werden konnte.
Trotz seiner objektiven körperlichen Beeinträchtigung gelang es ihm unter dem Antrieb einer unbezwingbaren Liebe zum Leben, erneut komplexe und technisch anspruchsvolle Recitals zu spielen.
In der Zwischenzeit entstanden drei CDs mit Klavierimprovisationen – eine Praxis, die er nach dem Unfall entdeckte, als es ihm noch unmöglich war, ein Repertoire klassischer Musik zu spielen, wodurch ihm neue musikalische Horizonte erschlossen wurden.
2013 – entstand„La Matta“eine Gruppe für Jazz- und zeitgenössische Improvisation
2014 – Rom, Konzert von„La Matta“im Theater Vascello
2015 – fand er Aufnahme unter die Künstler der Agentur vonMonica Santoro „Worlditalyonstage“in Buenos Aires, Argentinien.
2016 – nahm er die Kontakt mit der russischen CellistinElena Skvortzovawieder auf, mit der er bereits in Moskau gespielt hatte. Damit begann eine fruchtbare musikalische Zusammenarbeit in Repertoires mit Kompositionen des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischen Werken
2017 – Die gemeinsame Erfahrung der Organtransplantation führt schließlich zu der Begegnung zwischenMaestro Ida IannuzziundMaestro Giovanni Maria Varisco, aus dem ein Klavierduo mit dem bizarren Namen„4 – 2 – 1“entsteht.
2018 – Einladung zu einer Konzerttournee in Argentinien.
Ein multimediales Konzert mitMaestro Riccardo Santobonibefindet sich in der Ausarbeitung.
Seit 1988 – Dozent an der Musikhochschule Bari
Seit 2009 – Dozent an der Musikhochschule Conservatorio S. Cecilia in Rom, wo er den Kurs „Spieltechnik und Notenlesen am Klavier“ hält.
